Vinylboden schwimmend verlegen oder besser verkleben?

Aufgrund unserer einschlägigen Erfahrung raten wir in fast allen Fällen von einer schwimmenden Verlegung von Vinylböden ab. Viele Hersteller von Vinylböden schreiben in Ihren Verlegerichtlinien, dass der Boden nicht unter Fenstern mit starkem Lichteinfall oder Räumen mit hohen Temperaturen verlegt werden darf.

Dies hat folgenden Grund:

Die meisten (Klick-) Vinylböden zur schwimmenden Verlegung bestehen aus Vollvinyl, welches sich schon bei warmen Sommertemperaturen verziehen kann. Dies äußert sich in der Bildung von Buckeln (konvexe Verformung) und kann den Boden in der Raummitte nach oben drücken.

Hierdurch kann es vorkommen, dass sich Türen nicht mehr öffnen lassen (!) oder dass sich der Boden irreversibel verformt. Daher ist unserer Erfahrung nach in fast allen Fällen von einer schwimmenden Verlegung abzusehen.

Betrachtet man außerdem die Preise für Vinylböden, inkl. Verlegekosten, bietet die schwimmende Verlegung keinen Preisvorteil gegenüber der viel hochwertigeren und haltbareren verklebten Variante.

Vinylboden schwimmend verlegen: Vorteile

  • schnelle Verlegung
  • auch für Laien durchführbar
  • für Selbstverleger sehr günstig

Vinylboden schwimmend verlegen: Nachteile

  • hohe Anfälligkeit gegen Wärme
  • Gefahr der Fugenbildung
  • Gefahr des Aufstellens der einzelnen Elemente
  • Kein Preisvorteil gegenüber einer (wesentlich hochwertigereren) verklebten Verlegung durch einen Dienstleister